Freitag, 12. April 2024

John Reed Stark, ein ehemaliger Beamter der US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission), hat das US-Justizministerium (DOJ) aufgefordert, seine Maßnahmen gegen die Kryptowährungsbranche zu verstärken.

Als Stark den Fall von Sam Bankman-Fried, dem ehemaligen CEO von FTX, einer Kryptowährungsbörse, besprach, machte er am vergangenen Samstag in einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform X seine Ansichten kund. „Ich bin verwirrt darüber, warum das US-Justizministerium und die US-Börsenaufsichtsbehörde die Eltern von SBF bisher nicht als Angeklagte angeklagt haben. Im Sinne der SEC sollten sie zumindest als ‚Entlastungsbeklagte‘ bezeichnet werden“, erklärte er.

Stark, der zuvor fast zwei Jahrzehnte in der Strafverfolgungsabteilung der SEC tätig war, darunter elf Jahre als Leiter des Office of Internet Enforcement der SEC, erläuterte das verblüffende Fehlen strafrechtlicher Verfolgung durch das DOJ im Bereich der Kryptowährung. Dies trotz fast 200 SEC-Maßnahmen im Zusammenhang mit der Kryptoindustrie.

Stark wies auch darauf hin, dass die Kryptowährungsbranche die Maßnahmen der SEC weitgehend ablehnt, und zitierte Tyler Winklevoss, Mitbegründer der Kryptowährungsbörse Gemini, der die SEC-Vorwürfe als „außerordentlich trivial“ und vergleichbar mit „erfundenen Parkverstößen“ bezeichnete. Er wies auch darauf hin, dass bekannte Kryptowährungsbörsen wie Coinbase und Binance ihre SEC-Anklagen offenbar als eine Form der Billigung betrachten und sie damit faktisch trivialisieren.

Er betonte: „Die ungeschminkte Wahrheit ist, dass die SEC nichts anderes als eine zivile Durchsetzungsbehörde ist.“ Solange Personen in der Welt der Kryptowährungen nicht mit der Möglichkeit einer Strafverfolgung durch das DOJ konfrontiert werden, die eine Gefängnisstrafe nach sich ziehen könnte, werden sie die mit Durchsetzungsmaßnahmen der SEC verbundenen Risiken – wie etwa einstweilige Verfügungen, Geldstrafen und die Rückgewinnung von Vermögenswerten – weiterhin lediglich als eine Form des regulatorischen Glücksspiels betrachten belangloser Einzelposten in ihren Finanzbüchern.“

Stark schloss mit einem Aufruf zum Handeln und betonte die Notwendigkeit einer stärkeren Beteiligung des Justizministeriums: „Das US-Justizministerium muss in diesem Bereich proaktiver werden. Wir brauchen Ihr Engagement.“

Was halten Sie von der Befürwortung des ehemaligen Chefs der SEC für Internet-Durchsetzung, dass das US-Justizministerium aggressiver bei der Verfolgung von Kryptowährungsfirmen vorgehen soll? Teilen Sie Ihre Erkenntnisse gerne im Kommentarbereich mit.

Häufig gestellte Fragen (FAQs) zur Strafverfolgung durch das DOJ in der Kryptoindustrie

Was ist die wichtigste Botschaft, die John Reed Stark, der ehemalige SEC-Beamte, vermittelt?

Die wichtigste Botschaft, die John Reed Stark vermittelt, ist, dass das US-Justizministerium (DOJ) energischere rechtliche Schritte gegen Unternehmen im Kryptowährungssektor ergreifen muss. Er argumentiert, dass die aktuellen zivilrechtlichen Durchsetzungsmaßnahmen der SEC unzureichend seien und von der Branche nicht ernst genommen würden.

Wer ist John Reed Stark?

John Reed Stark ist ein ehemaliger Beamter der US-amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC). Er war fast 20 Jahre lang in der SEC-Abteilung für Durchsetzung tätig, darunter elf Jahre lang als Leiter des Office of Internet Enforcement der SEC.

Warum glaubt Stark, dass das DOJ einbezogen werden muss?

Stark glaubt, dass die Beteiligung des DOJ von entscheidender Bedeutung ist, da die SEC im Wesentlichen eine zivile Strafverfolgungsbehörde ohne die Befugnis ist, Strafanzeigen zu erheben. Er argumentiert, dass Einzelpersonen in der Kryptoindustrie die Durchsetzung durch die SEC nicht ernst nehmen werden, solange sie nicht dem Risiko einer strafrechtlichen Verfolgung ausgesetzt sind.

Welche Beispiele nennt Stark, um zu zeigen, dass die Branche die Vorwürfe der SEC nicht ernst nimmt?

Stark zitiert Tyler Winklevoss, Mitbegründer der Kryptowährungsbörse Gemini, der die Anschuldigungen der SEC als „außerordentlich trivial“ zurückwies. Er weist auch darauf hin, dass große Kryptowährungsbörsen wie Coinbase und Binance ihre SEC-Anklagen offenbar als Ehrenabzeichen tragen und sie trivialisieren.

Was sind „Entlastungsbeklagte“, wie im Artikel erwähnt?

Der Begriff „Entlastungsbeklagte“ bezieht sich auf Einzelpersonen oder Organisationen, die durch illegale Aktivitäten unrechtmäßig erworbene Gewinne erhalten haben, aber möglicherweise nicht selbst an dem Fehlverhalten beteiligt waren. Stark schlägt vor, dass im Fall von Sam Bankman-Fried, dem ehemaligen CEO von FTX, seine Eltern von der SEC zumindest als „Entlastungsbeklagte“ benannt werden sollten.

Was meint Stark mit „Regulierungsarbitrage“?

Unter Regulierungsarbitrage versteht man die Praxis, Unterschiede in den Regulierungssystemen auszunutzen, um sich einen finanziellen Vorteil zu verschaffen. Stark glaubt, dass Unternehmen in der Kryptoindustrie die Durchsetzungsmaßnahmen der SEC lediglich als Kosten für die Beteiligung an einer solchen Regulierungsarbitrage betrachten.

Wie schlägt Stark vor, dass das DOJ einen Unterschied machen kann?

Stark kommt zu dem Schluss, dass das DOJ einen erheblichen Unterschied machen kann, indem es Strafverfolgungen gegen Übeltäter in der Kryptowährungsbranche einleitet. Er betont, dass dies eine wirksamere Abschreckung darstellt als die derzeit von der SEC eingesetzten Zivilklagen.

Mehr über die Strafverfolgung durch das DOJ in der Kryptoindustrie

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