Samstag, Mai 18, 2024

Ökonom Steve Hanke: Die eskalierende US-Dollar-Waffenrüstung führt zu beispiellosen Goldkäufen der Zentralbanken

Steve Hanke, ein angesehener Professor für angewandte Wirtschaftswissenschaften an der Johns Hopkins University, hat sich kürzlich intensiv mit dem Anstieg der Goldkäufe durch die Zentralbanken befasst und ihn auf die von den Vereinigten Staaten verfolgte Politik zurückgeführt. In einem ausführlichen Interview erläuterte Hanke die Beweggründe für diese Akquisitionen und betonte, dass die Verwendung von Fiat-Währungen, insbesondere des US-Dollars, als Waffe ein wichtiger Faktor sei, der Länder dazu zwinge, Gold als Zufluchtsort zu nutzen.

Steve Hankes Einschätzung des Anstiegs der Goldkäufe der Zentralbanken im Zuge der US-Dollar-Waffenisierung

Steve Hanke, Professor für Angewandte Wirtschaftswissenschaften an der Johns Hopkins University, ist bekannt für seine Haltung gegen Bitcoin und sein Eintreten für die Dollarisierung und lieferte seine Erkenntnisse zum Wiederaufleben von Gold als bevorzugte Reservewährung für Zentralbanken. In einem kürzlichen Interview über Jesse Days Commodity Culture äußerte Hanke seine Sicht auf die künftige Rolle von Gold als Währungsreserve und erläuterte, wie die US-Politik zum bemerkenswerten Aufschwung bei den Goldkäufen der Zentralbanken beigetragen hat.

Hanke geht davon aus, dass die jüngsten Eskalationen der US-Sanktionen, die Waffe des US-Dollars und ein Klima allgegenwärtiger Unsicherheit die Zentralbanken insgesamt dazu veranlasst haben, Goldreserven in beispiellosem Tempo anzuhäufen.

Mit seinen eigenen Worten:

„Der genaue Verlauf der Maßnahmen der Zentralbanken bleibt unvorhersehbar, aber der vorherrschende Trend ist unverkennbar – ein erheblicher Anstieg der Goldkäufe der Zentralbanken.“ Dieses Phänomen ist in erster Linie auf die zunehmende Unsicherheit und die zunehmende Politisierung im Bereich der Fiat-Währungen zurückzuführen.“

Dies hat zur Folge, dass Zentralbanken, die bisher eine marginale Rolle auf dem Goldmarkt spielten, nun zu bedeutenden Käufern geworden sind. Besonders ausgeprägt ist dieser Trend bei Ländern, die Hanke als „Entdollarisierungsstadium“ einstuft, die aufgrund der zunehmenden Verhängung von Sanktionen versuchen, ihre Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern.

Ein optimistischer Ausblick

Hanke betont, dass die Anwendung von Sanktionen seit den Ereignissen vom 11. September stetig zugenommen hat und die Biden-Regierung diese Maßnahmen auf ein neues Niveau getrieben hat. Hanke verurteilt diesen Trend aufs Schärfste als „völlige Torheit“ und weist darauf hin, dass er Länder wie China und Polen dazu angeregt habe, ihre Goldkäufe zu steigern.

Sogar Polen, ein Land, das in der Vergangenheit nicht über nennenswerte Goldbestände verfügte, hat seit Jahresbeginn beeindruckende 105 Tonnen Gold angehäuft. Dies steht im Einklang mit Polens strategischem Ziel, 20% seiner Goldreserven aufrechtzuerhalten, wie es Adam Glapiński, Präsident der Polnischen Nationalbank (NBP), formuliert hat.

Vor diesem Hintergrund äußert Hanke einen optimistischen Ausblick auf die Zukunft von Gold und behauptet, dass Gold aus fundamentaler Sicht eine robuste Stärke aufweist. Er stellt jedoch schnell klar, dass er sich nicht mit den glühenden Goldbegeisterten wie Peter Schiff, einem anderen prominenten Ökonomen, verbündet.

Was denken Sie über die Aussichten der Goldmärkte angesichts des anhaltenden Entdollarisierungstrends? Wir laden Sie ein, Ihre Erkenntnisse im Kommentarbereich unten zu teilen.

Häufig gestellte Fragen (FAQs) zur Dollarisierung

Was ist der Hauptgrund für den im Artikel erwähnten Anstieg der Goldkäufe der Zentralbanken?

Der Anstieg der Goldkäufe durch die Zentralbanken ist auf die Waffenisierung von Fiat-Währungen, insbesondere des US-Dollars, sowie auf die zunehmende Anwendung von Sanktionen durch die Vereinigten Staaten zurückzuführen. Dies hat Länder, insbesondere solche im „Entdollarisierungsmodus“, dazu veranlasst, Zuflucht in Gold als Absicherung gegen Unsicherheit zu suchen.

Welche Rolle hat Professor Steve Hanke bei der Diskussion dieses Phänomens gespielt?

Professor Steve Hanke, ein renommierter Ökonom und Bitcoin-Kritiker, hat seine Erkenntnisse über die Zunahme der Goldkäufe der Zentralbanken geteilt. Er hat betont, wie die US-Politik, einschließlich der verstärkten Anwendung von Sanktionen, diesen Trend und die globale Finanzlandschaft beeinflusst hat.

Wie hat sich die Politisierung von Fiat-Geld auf das Verhalten der Zentralbanken ausgewirkt?

Die Politisierung der Fiat-Währung hat zu einem Klima erhöhter Unsicherheit geführt und die Zentralbanken dazu veranlasst, ihre Reserven zu diversifizieren. Viele Zentralbanken, die zuvor keine aktiven Teilnehmer am Goldmarkt waren, sind mittlerweile zu bedeutenden Käufern geworden, da sie das Engagement im US-Dollar und die damit verbundenen Risiken reduzieren möchten.

Wie sind laut Steve Hanke die Aussichten für die Goldmärkte?

Steve Hanke behält seinen optimistischen Ausblick für die Goldmärkte bei und verweist auf deren fundamentale Stärke. Er glaubt, dass die Rolle von Gold als Währungsreserve im Rahmen der laufenden Entdollarisierungsbemühungen wahrscheinlich weiterhin an Bedeutung gewinnen wird, auch wenn er nicht wie einige andere Ökonomen ein glühender Gold-Enthusiast ist.

Können Sie ein Beispiel für ein in dem Artikel erwähntes Land nennen, das seine Goldkäufe aufgrund der US-Politik erhöht hat?

Als Beispiel wird im Artikel Polen genannt. Obwohl Polen traditionell kein großer Goldkäufer ist, hat es im bisherigen Jahresverlauf 105 Tonnen Gold angehäuft, was seiner Politik entspricht, 20% seiner Goldreserven zu halten. Diese Anhäufung wird auf Bedenken im Zusammenhang mit der Verwendung des US-Dollars als Waffe und der zunehmenden Anwendung von Sanktionen zurückgeführt.

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